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Fondsgebundene Rentenversicherung

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Das Wichtigste in Kürze

Wie funktioniert eine fondsgebundene Rentenversicherung?

Mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung verfolgen Anleger das Ziel, sich eine Rücklage für das Alter aufzubauen. Dafür legen Versicherungsgesellschaften die eingezahlten Beiträge in ausgewählte Investmentfonds an. Um von steigenden Kursen zu profitieren und mögliche Verluste auszugleichen, sind lange Laufzeiten von 30 Jahren nicht unüblich.

In der Ansparphase der fondsgebundenen Rentenversicherung haben Anleger die Wahl: Sie können sich grundsätzlich zwischen monatlichen Auszahlungen oder einer Einmalzahlung entscheiden.

Die Versicherungsgesellschaften ziehen meistens die Kosten für Verwaltung und Vertrieb von den eingezahlten Beiträgen ab und legen den reduzierten Anteil in Investmentfonds an.

Auch bei der Auszahlung der fondsgebundenen Rentenversicherung können Anleger wählen, ob sie den gesamten Betrag zum Rentenbeginn einmalig ausgezahlt bekommen oder von einer lebenslangen monatlichen Rentenzahlung profitieren möchten. Das Finanzamt behandelt die beiden Auszahlungsarten unterschiedlich. Um kurz vor der Rente zwischen den beiden Auszahlungsmöglichkeiten wählen zu können, sollten Sie sich bei Abschluss das Kapitalwahlrecht sichern.

Wie wähle ich den richtigen Fonds?

Die Rendite der fondsgebundenen Rentenversicherung hängt maßgeblich von den Fonds ab. Aus diesem Grund ist die richtige Auswahl entscheidend. In den meisten Fällen finden Sie bei Versicherern eine Auswahl an Investmentfonds, in die Sie investieren können. Darunterfallen:

Die zukünftige Entwicklung der Kurse ist nicht vorhersehbar. Deshalb sollten Sie sich auch nach dem Abschluss regelmäßig mit Ihrer Police beschäftigen. Entwickeln sich die Kurse nicht so, wie Sie es sich wünschen? Dann haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fonds umzuschichten. Die meisten Versicherungen ermöglichen dies kostenlos.

Auch die Zusammenarbeit mit Fondsmanagern ist gerade für unerfahrene Anleger von Vorteil. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem die Auswahl der richtigen Fonds und gegebenenfalls deren Umschichtung. Unsere Experten unterstützen Sie gerne bei der richtigen Anlage-Strategie.

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Klassische vs. fondsgebundene Rentenversicherung

In unserem Beispiel zeigen wir Ihnen die Unterschiede einer klassischen zur fondsgebundenen Rentenversicherung bei einer 150 Euro Einzahlung pro Monat über 37 Jahre auf:

Klassische Rentenversicherung Fondsgebundene Rentenversicherung
Risikoklasse 1, garantiert sind 195 Euro im Monat, möglich sind bis 330 Euro*
Risikoklasse 3. Wenn eine Beitragsgarantie vereinbart wurde, sind 158 Euro im Monat garantiert, möglich sind bis 696 Euro *

*Bei bestimmter Wertentwicklung

Vorteile einer fondsgebundenen Rentenversicherung

Nachteile der fondsgebundenen Rentenversicherung

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Wie hoch ist die Rentenauszahlung bei der fondsgebundenen Rentenversicherung?

Auch wenn Anbieter die Höhe der Rentenzahlung bei der fondsgebundenen Rentenversicherung nicht garantieren können, sichert der Versicherungsmantel der Fondspolice Ihnen ab dem vereinbarten Auszahlungszeitpunkt eine lebenslange monatliche Rente zu.

Wie hoch die monatliche Zahlung ausfällt, hängt von der Wertentwicklung des Investments ab. Nach der Ansparung berechnet der Anbieter bei Abschluss einen Rentenfaktor. Dieser gibt an, wie viel monatliche Rente pro 10.000 Euro angesparten Kapital er auszahlt. Damit wissen Sie erst ab diesem Zeitpunkt, wie hoch Ihre Rente ausfällt.

Mit der folgenden Rechnung können Sie Ihre monatliche Rente der fondsgebundenen Rentenversicherung berechnen: (Rentenfaktor x angespartes Kapital) / 10.000 Euro = monatliche Rente. Hier ein Beispiel: Beträgt der Rentenfaktor bis zum Rentenbeginn 30 und das angesparte Kapital 100.000 Euro, erhalten Sie eine monatliche Rente von 300 Euro.

Umso höher der Rentenfaktor, desto höher fällt die Rente für das angesparte Kapital aus. Wenn Ihnen der Umrechnungsfaktor zu Beginn der Rente zu niedrig ist, können Sie vom Kapitalwahlrecht Gebrauch machen und eine einmalige Auszahlung anfordern.

Wie viel kostet eine fondsgebundene Rentenversicherung?

Bei der fondsgebundenen Rentenversicherung fallen folgende Kosten an:

  • Abschlusskosten: Fondsgebundene Rentenversicherungen haben meist hohe Abschlusskosten, die Sie in den ersten Jahren mit den Beiträgen abbezahlen. Aus diesem Grund fließt anfangs nur ein Teil Ihrer Beiträge in die Fonds und wird tatsächlich angespart.
  • Verwaltungskosten: Auch Gebühren für die Verwaltung der Fonds durch den Manager kommen hinzu. Diese Fondskosten unterscheiden sich zum Teil erheblich. Prüfen Sie vorab, wie stark die Kosten auf die Rendite drücken. Je geringer der Anteil ist, den der Versicherer einbehält, desto besser ist der Ertrag der Rentenversicherung.
  • Kosten für den Hinterbliebenenschutz: Durch den Hinterbliebenenschutz bekommen Ihre Angehörigen im Todesfall einen Teil der Beiträge oder den aktuellen Wert Ihrer fondsgebundenen Rentenversicherung ausgezahlt.
  • Kosten für zusätzliche Garantie-Bausteine: Viele Versicherungen bieten zusätzliche Garantie-Bausteine an. Hierfür investieren die Versicherer einen Teil des Beitrags entweder in den eigenen Deckungsstock oder einen Wertsicherungsfonds.

 

Die Kosten für eine fondsgebundene Rentenversicherung können sich von Anbieter zu Anbieter stark unterscheiden. Da die hohen Kosten die Renditechance erheblich reduzieren, sollten Sie sich vor Abschluss unterschiedliche Angebote miteinander vergleichen. Unsere Experten stehen Ihnen dafür zur Verfügung.  

Wird die fondsgebundene Rentenversicherung versteuert?

Sie können die Beiträge der fondsgebundenen Rentenversicherung zwar steuerlich nicht absetzen, dennoch profitieren Sie von den steuerlichen Vorzügen, die diese Altersvorsorge bietet. Wie diese aussehen, hängt von Ihrer Wahl der Rentenauszahlung ab:

  • Einmalige Auszahlung: Sie müssen im Rentenalter 50 Prozent der erwirtschafteten Erträge versteuern, wenn Ihr Vertrag mindestens zwölf Jahre lief und nicht vor Ihrem 62. Lebensjahr endete. Bei der Versteuerung gilt Ihr persönlicher Einkommenssteuersatz. Erfüllen Sie die genannten Voraussetzungen nicht, fallen eine 25-prozentige Abgeltungssteuer, gegebenenfalls ein Solidarzuschlag und Kirchensteuer an.
  • Monatliche Rente: Bei monatlichen Zahlungen gilt Ihr Alter als Faktor für die Prozentanzahl des zu besteuerbaren Anteils.

Kündigung oder Wechsel der fondsgebundenen Rentenversicherung: Das müssen Sie beachten

Eine Vertragskündigung bringt Ihnen vor allem Nachteile. Zum einen verlieren Sie einen Teil Ihrer eingezahlten Beiträge, zum anderen können Sie die Steuervorteile nicht nutzen und müssen die Auszahlung deutlich stärker versteuern. Sie erhalten dazu von dem Versicherer nur einen Rückkaufswert, der sich aus dem Wert der Fondsanteile abzüglich eines Abschlages zusammensetzt. Eine Kündigung macht aus diesem Grund nur in Ausnahmefällen Sinn. Alternativen zur Kündigung:

  • Anstatt Ihren Vertrag zu kündigen, können Sie einen Fondswechsel Dieser ist bei vielen Anbietern mindestens einmal im Jahr kostenfrei möglich.
  • Sie haben zudem die Möglichkeit, Ihren Versicherungsvertrag beitragsfrei zu stellen. Obwohl Sie in diesem Fall keine Beiträge mehr zahlen, erwirtschaftet das angesparte Kapital weiterhin Erträge. Am Ende der Vertragslaufzeit erhalten Sie trotzdem Ihre Rente in Form einer Einmalzahlung oder monatlichen Rate.

Alternativen zur Fondsgebunden Rentenversicherung

Da die fondsgebundene Rentenversicherung oft mit hohen Kosten verbunden ist, können Sie auf verschiedene günstigere Alternativen zurückgreifen. Sie haben die Wahl zwischen folgenden Vorsorge-Modellen:

Rentenversicherungen auf Basis von ETFs

Rentenversicherungen auf Basis von ETFs verzichten auf ein aktives Management. Dort müssen Sie nur einen Bruchteil der Kosten zahlen.

Sie haben die Möglichkeit, zum Beispiel eine Riester-Rente oder Rürup-Rente in Form einer fondsgebundenen Rentenversicherung abzuschließen und von den üblichen Steuervorteilen zu profitieren.

Beim Investment-Sparen können Sie Geld in Investmentfonds, ETFs und ETCs investieren und dabei von einer hohen Flexibilität und Dynamik profitieren.

Oft können Sie über Ihr Unternehmen eine betriebliche Altersversorgung (kurz: bAV) abschließen und mit nur minimalem Aufwand eine Rente erhalten.

Die Rürup-Rente steht jedem offen, der seine Rente aufstocken möchte. Für Selbstständige, Freiberufler und Gutverdiener ist diese Altersvorsorge besonders geeignet.

Wenn Sie Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, können Sie die Riester-Förderung in Anspruch nehmen.

Häufige Fragen zur fondsgebundenen Rentenversicherung

Wann lohnt sich eine fondsgebundene Rentenversicherung?

Die fondsgebundene Rentenversicherung ist zwar eine renditestarke Zusatzrente, allerdings ist ihre Wirtschaftlichkeit von der Entwicklung der Aktienmärkte abhängig. Junge Menschen können Marktschwankungen durch die lange Laufzeit ausgleichen und profitieren deshalb am meisten von der Altersvorsorge. Kündigungen sind hingegen mit hohen Verlusten verbunden.

Die fondsgebundene Rentenversicherung ist vor allem für Anleger sinnvoll, die eine Anspardauer von mehr als 15 Jahren vor sich haben. Dadurch, dass ihr Rentenbeginn in der weiten Zukunft liegt, profitieren sie im besonderen Maße von rendite-orientierten Tarifen und können Wertverluste durch eine lange Spardauer ausgleichen. Auch für Anleger anderer Altersklassen ist die fondsgebundene Rentenversicherung eine gute Option, sich Rücklagen für den Ruhestand aufzubauen. Es empfiehlt sich, vor Abschluss einer fondsgebundenen Rentenversicherung einen Experten zurate zu ziehen.

Mit Rentenbeginn können sich Anleger zwischen einer einmaligen Auszahlung des gesamten angesparten Kapitals oder einer monatlichen Rente entscheiden. Welche Variante die bessere ist, hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel ihrer privaten und finanziellen Situation. Eine Einmalauszahlung kann beispielsweise für die Abdeckung von Schulden genutzt werden. Sollte sich der Gesundheitszustand aufgrund von schweren Krankheiten vor Rentenbeginn verschlechtern, kann die Kapitalauszahlung ebenfalls sinnvoll sein.

Zudem können bei vorzeitigem Tod des Anlegers nach dem Rentenbeginn, die Angehörigen weiterhin vom ausgezahlten Kapital profitieren. Die Einmalauszahlung hat jedoch auch Nachteile: Sollte das Kapital verbraucht sein und hat der Anleger keine andere Einnahmequelle im Alter, kann er seinen Lebensunterhalt im schlimmsten Fall nicht mehr abdecken. Versicherer zahlen eine monatliche Rate hingegen bis an das Lebensende der versicherten Person aus. Der langjährige Rentenbezug kann die Summe des angesparten Kapitals also durchaus übersteigen.

Das können wir für Sie tun

Mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung profitieren Sie von den Chancen der Kapitalmärkte und sichern sich gleichzeitig eine flexible Altersvorsorge. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Renditechancen optimal nutzen und Ihr individuelles Sicherheitsbedürfnis berücksichtigen können. Vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch.

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