Eine private Krankenzusatzversicherung sichert Versicherte da ab, wo die gesetzliche Krankenkasse nicht zahlt. Die gesetzliche Vorsorge ist in vielen Bereichen stark limitiert. Sie zahlt zwar die nötigsten Vorsorge- und Gesundheitsbehandlungen, jedoch häufig nicht die besten. Um die bestmögliche Versorgung zu bekommen, müssen gesetzlich Versicherte Leistungen oft entweder selbst bezahlen, oder sich dafür privat zusatzversichern.
Die private Zahnzusatzversicherung zählt zu den bekanntesten privaten Krankenzusatzversicherungen. Es gibt aber viele weitere Bereiche, in denen eine private Zusatzversicherung zur gesetzlichen Krankenkasse hilfreich sein kann:
Die Zahnzusatzversicherung übernimmt unter anderem Kosten für die Prophylaxe, Zahn-Brücken, Implantate, Zahnersatz oder Kieferorthopädie. Viele dieser Leistungen sind im Bedarfsfall besonders teuer und die gesetzliche Krankenkasse zahlt gar nicht oder nur einen kleinen Teil. Ein Zahnersatz kostet ohne Versicherung schnell mehrere Tausend Euro, eine Zahnzusatzversicherung übernimmt die Kosten je nach Versicherung komplett.
Die Auslandskrankenversicherung übernimmt Kosten für Behandlungen im Ausland, zum Beispiel im Urlaub. Sie übernimmt unter anderem die Krankenhaus-Kosten und Behandlungen beim Arzt, wenn nötig auch die Kosten für den Rücktransport nach Hause. Selbst für privat Versicherte kann sich eine Auslandskrankenversicherung lohnen, je nach Tarif, Reiseland und Aufenthaltsdauer. Auslandskrankenversicherungen gibt es schon für 1 bis 2 Euro Monatsbeitrag.
Die Brillenzusatzversicherung übernimmt Kosten für eine Brille oder Sehhilfe, ebenfalls schon für weniger als 5 Euro im Monat. In der Regel übernehmen Versicherungen alle zwei Jahre die kompletten Kosten für eine Brille oder Kontaktlinsen. Je nach Tarif werden auch Kosten für Augenlaser-Verfahren oder bestimmte augenärztliche Untersuchungen übernommen. Vergleichbare Angebote für Versicherungen einer Brille bekommen Interessierte je nach Optiker aber auch direkt, wenn sie eine neue Brille kaufen.
Hier gibt es Zuschüsse zur Behandlung beim Heilpraktiker oder Arzt für Naturheilverfahren. Dazu zählen zum Beispiel Akupunktur, Homöopathie oder Osteopathie. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für solche Behandlungen in aller Regel nicht. Eine Heilpraktiker Zusatzversicherung einzeln zu bekommen, ist inzwischen gar nicht mehr so leicht. Viele Versicherer haben sie wegen relativ hoher Kosten in andere Versicherungspakete wie die Ambulante Zusatzversicherung eingebunden. Einzeln kostet der Heilpraktiker-Versicherungsbaustein aktuell etwa 20 bis 25 Euro im Monat.
Wenn Arbeitnehmer durch eine Krankheit länger ausfallen, zahlt ihnen ihr Arbeitgeber in der Regel sechs Wochen lang ihren vollen Lohn weiter. Danach bekommen gesetzlich Versicherte noch maximal 70 Prozent des Brutto-Einkommens oder 90 Prozent des Netto-Einkommens, je nachdem welches Ergebnis niedriger ist. Bei einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 4.000 Euro im Monat entsteht so bereits eine monatliche Versorgungslücke von rund 540 Euro.
Eine Versicherung zum Krankentagegeld deckt diese Versorgungslücke ab, so dass Arbeitnehmer weiter 100 Prozent ihres Nettogehaltes bekommen. Eine entsprechende Versicherung gibt es für viele schon für etwa 10 Euro im Monat.
Für Selbständige, die nicht gesetzlich krankenversichert sind, ist eine Krankentagegeld-Versicherung besonders sinnvoll, denn sie haben keinerlei Anspruch auf Krankengeld. Dadurch sind für sie die Monatsbeiträge zu einer Krankentagegeldversicherung entsprechend deutlich höher.
Eine Krankenhaustagegeld-Versicherung zahlt Versicherten pro Tag, den sie im Krankenhaus liegen müssen, einen festen Betrag aus. Wie sie dieses Geld verwenden, können sie frei entscheiden. Sinnvoll ist beispielsweise, davon die täglichen Zuzahlungen von zehn Euro zu bezahlen, die die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernehmen.
Krankenhaustagegeld lässt sich auch über das Paket einer Stationären Zusatzversicherung gut absichern. Eine solche Versicherung gibt es schon für unter 15 Euro im Monat und beinhaltet weitere Leistungen, die vor allem für mehr Komfort im Krankenhaus sorgen.
Eine stationäre Zusatzversicherung gibt es bereits ab knapp 13 Euro im Monat und sichert vor allem für Krankenhausaufenthalte ab. Sie übernimmt je nach Paket die Unterbringung im Einzel- oder Doppelzimmer, die Behandlung durch einen Spezialisten und zahlt Versicherten je nach Versicherung und Tarif auch ein Krankenhaustagegeld. Welche Leistungen abgesichert sind, sollten sich Interessierte genau ansehen, damit die Versicherung möglichst genau zu ihren Wünschen und Ansprüchen passt.
Ambulante Zusatzversicherungen kombinieren Leistungen anderer Versicherungen, die hier bereits erwähnt sind. Sie bezuschusst je nach Paket zum Beispiel Kosten für einen Heilpraktiker, bestimmte Arzneimittel oder eine neue Brille. Auch hier ist es wichtig, die Versicherung möglichst genau den Bedürfnissen und Wünschen anzupassen. Eine ambulante Zusatzversicherung bekommen Interessierte je nach Paket schon für unter 10 Euro im Monat.
Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt immer nur einen Teil der anfallenden Kosten im Pflegefall. Die Differenz müssen die Pflegebedürftigen oder ihre Angehörigen selbst bezahlen. Da die Kosten im Bereich der Pflege oft sehr hoch sind, sind auch die Differenz-Beträge schnell sehr groß. So werden zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen für die stationäre Pflege, also etwa die Unterbringung und Versorgung in einem Pflegeheim, monatlich 2.100 bis 2.800 Euro fällig, die sie privat tragen müssen.
Über eine private Pflegezusatzversicherung können Versicherte die Kosten, die nach Abzug der Leistungen durch die gesetzliche Pflegeversicherung übrigbleiben, reduzieren. Hinter dem Abschluss einer Pflegezusatzversicherung steckt also das Ziel, sich eine möglichst umfassende Pflege leisten zu können.
Ein gesunder 30-Jähriger erhält eine Pflegezusatzversicherung in der Regel schon ab 10 Euro im Monat. Je älter Interessierte bei Abschluss der Versicherung sind, desto höher steigt auch der monatliche Beitrag.
Passgenau und individuell von unseren mehrfach ausgezeichneten Experten erstellt:
Für wen eine bestimmte Zusatzversicherung sinnvoll oder unsinnig ist, erschließt sich aufgrund individueller Bedürfnisse in einigen Fällen auf den ersten Blick. Es gibt neben diesen individuellen Bedürfnissen und Faktoren aber auch Gruppen, für die verschiedene Versicherungen besonders sinnvoll erscheinen.
Angestellte
Für Angestellte empfiehlt es sich, zusätzlich zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse auch in den Blick zu nehmen, ob es zusätzliche Angebote über ihren Arbeitgeber gibt. Eine betriebliche Krankenversicherung umfasst ein Bündel an privaten Zusatzversicherungen und bietet für Sie als Arbeitnehmer die Vorteile, dass es keine Wartezeiten und keine Gesundheitsprüfung gibt. Einzige Voraussetzungen ist in der Regel ein unbefristeter Arbeitsvertrag.
Selbstständige
Für Selbständige, die nicht gesetzlich krankenversichert sind, empfiehlt sich der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung. Da sie bei längerer Krankheit keinen Anspruch auf Krankengeld haben, steht für sie in einem solchen Fall sehr viel auf dem Spiel. Um weiter ihre Lebenshaltungskosten zu decken, ist für sie eine Krankentagegeldversicherung besonders häufig sinnvoll.
Kinder und Jugendliche
Für Kinder und Jugendliche bieten sich Zusatzversicherungen häufig aus einem einfachen Grund an: Sie sind noch jung und in der Regel gesund, deshalb sind Zusatzversicherungen für sie nochbesonders günstig. Außerdem sind die Leistungen in vielen Fällen besonders auf ihre Bedürfnisse abgestimmt.
Schon innerhalb der einzelnen Versicherungen gibt es viele Wahl- und Ausgestaltungsmöglichkeiten. Die Zahl wächst, wenn Interessierte verschiedene Versicherer und ihre Angebote vergleichen. Und sie wächst weiter, wenn sie mehrere Zusatzversicherungen in Betracht ziehen. Für den Start sollten Interessierte in drei Schritten erste Überlegungen zu den vielen Zusatzversicherungen anstellen:
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Wer eine private Krankenzusatzversicherung abschließen möchte, muss in der Regel eine Reihe von Fragen zu seinem Gesundheitszustand beantworten. Wie umfangreich diese Fragen sind, hängt entscheidend von der Art der Versicherung ab. Für eine Zahnzusatzversicherung müssen Interessierte in der Regel nur Fragen zum Zustand ihrer Zähne beantworten, für eine stationäre Zusatzversicherung ist die Fragenpalette deutlich breiter und umfänglicher.
Die Versicherer schätzen anhand dieser Fragen und der Antworten das Risiko ab, inwiefern Versicherte ihren Schutz und ihre Leistungen tatsächlich in Anspruch nehmen. Davon hängt auch der Versicherungsbeitrag mit ab.
Auch wenn eine Versicherung gegebenenfalls dadurch teurer wird, sollten Interessierte alle Fragen wahrheitsgemäß und ehrlich beantworten. Stellt sich im Versicherungsfall heraus, dass der Versicherte unehrlich war, wird die Versicherung am Ende in der Regel nicht zahlen. Möglicherweise wird die Versicherung sogar kündigen und den Versicherten auf Rückzahlung bereits geleisteter Zahlungen in der Vergangenheit verklagen.
Wartezeiten bei der privaten Zusatzversicherung
Wer sich für eine private Zusatzversicherung entschiedet, muss in der Regel eine Wartezeit in Kauf nehmen. Das bedeutet, dass der Versicherungsschutz erst nach einiger Zeit greift. In der Regel müssen Versicherte drei Monate abwarten, bis sie sich Kosten für eine Behandlung zurückerstatten lassen können. In einigen Bereichen kann die Wartezeit auch deutlich länger ausfallen. Das sollten Versicherte beim Vergleich von Tarifen und Leistungen mit im Blick haben.
Kosten für die private Zusatzversicherung variieren
dem Umfang der versicherten Leistungen
dem Alter, mit dem Interessierte in die Versicherung eintreten
ihrem gesundheitlichen Zustand bei Eintritt in die Versicherung
Das Angebot an privaten Krankenzusatzversicherungen ist extrem groß und unübersichtlich. Es bietet allerdings auch für fast alle Ansprüche ein passendes Leistungspaket. Sie sollten sich also zuallererst genau überlegen, was Sie wirklich benötigen – ansonsten sind Sie schnell über- oder mehrfachversichert.
Fragen Sie sich also bewusst, welche Leistungen Sie vermissen, was Ihre gesetzliche Krankenkasse zum Beispiel nicht abdeckt. Auch wenn die Vorstellung schmerzlich sein mag: Stellen Sie sich vor, es geht Ihnen gesundheitlich richtig schlecht und Sie liegen zum Beispiel nach einem Unfall oder mit einer schweren Erkrankung im Krankenhaus.
Überlegen Sie genau, welche Versorgungsleistungen in diesem Fall für Sie wirklich wichtig sind. Machen Sie sich auch Gedanken zur näheren Zukunft und möglichen Leistungsansprüchen und bedenken Sie die Wartezeit einiger Versicherungen.
Unser Experte hilft Ihnen gern dabei, sich Ihrer privaten Krankenzusatzversicherung Schritt für Schritt zu nähern, beantwortet Ihre Fragen und findet gemeinsam mit Ihnen die für Sie passenden Angebote.
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