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Berufsunfähigkeitsversicherung

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Das Wichtigste in Kürze

Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

Jeder Berufstätige setzt sich im Beruf oder privat jeden Tag Risiken aus, die zu einer Berufsunfähigkeit führen können. Im Falle einer Berufsunfähigkeit sollten man sich nicht einzig auf die Unterstützung des Staates verlassen, denn:

Zwar gibt es in der Regel eine gestaffelte Erwerbsminderungsrente, doch diese liegt häufig unter dem Grundsicherungsniveau. Außerdem zahlt der Staat nur eine volle Erwerbsminderungsrente, wenn der Antragsteller in keinem Beruf länger als drei Stunden tätig sein kann und mindestens 60 Monate in die deutsche Rentenversicherung eingezahlt hat.

Könnte zum Beispiel ein Handwerker weiterhin als Bürokraft tätig sein, erhielte er keine Leistungen.

Übrigens: Für Erwerbstätige, die vor dem 2. Januar 1961 geboren sind, gestaltet es sich einfacher: Sie haben im Falle einer Berufsunfähigkeit noch Anspruch auf eine umfassende gesetzliche Erwerbsminderungsrente.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gleicht Lücke aus

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist deshalb sinnvoll, weil sie diese Lücke ausgleichen kann. Sie leistet bei Berufsunfähigkeit meist ab dem sechsten Monat eine vorher vertraglich festgehaltene monatliche Berufsunfähigkeitsrente. Diese erhält der Versicherte, bis er seinen Beruf wieder ausüben kann oder bis er das reguläre Rentenalter erreicht hat. In der Regel zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung auch dann, wenn der Versicherte in einem anderen Beruf arbeiten könnte. Die entsprechende Vertragsklausel lautet „Verzicht auf abstrakte Verweisung“. Im besten Fall kann er dann seinen gewohnten Lebensstandard fortführen.

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Ursachen für Berufsunfähigkeit

34,50 %

Nervenkrankheiten

20,1%

Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates

17,35 %

Krebs oder andere bösartige Geschwüre

13,45 %

sonstige Erkrankungen

7,60 %

Unfälle

7 %

Herz- und Gefäßerkrankungen

(Quelle)

So wird Berufsunfähigkeit definiert

Die Voraussetzungen für den Versicherten zum Erhalt einer BU-Rente definiert der Gesetzgeber wie folgt:

Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann. Als weitere Voraussetzung einer Leistungspflicht des Versicherers kann vereinbart werden, dass die versicherte Person auch keine andere Tätigkeit ausübt oder ausüben kann, die zu übernehmen sie auf Grund ihrer Ausbildung und Fähigkeiten in der der Lage ist und die ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.

Für wen eignet sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Ausführliche Informationen für bestimmte Berufsgruppen

Diese Leistungen sollte eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung anbieten

Rente ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit

Wenn der Versicherte seinen zuletzt ausgeübten Beruf aufgrund von Krankheit oder eines Unfalls zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kann, sollte er eine Rente erhalten. Dies gilt auch, wenn er während der Vertragslaufzeit der Beruf gewechselt hat. Wer zum Beispiel als Bauarbeiter tätig war und anschließend als Kaufmann arbeitet, sollte nur für die Tätigkeit als Kaufmann geprüft werden.

Die Versicherung springt ein, wenn:

  • der Versicherte voraussichtlich sechs Monate lang zu mehr als 50 Prozent berufsunfähig ist oder
  • dieser Zeitraum schon überschritten wurde.

 

Versicherte sollten überprüfen, ob der Versicherer die Leistungen auch rückwirkend ab dem ersten Tag des Sechs-Monats-Zeitraums gewährt. Trifft die Meldung verspätet ein, zahlt die Versicherung die Rente Minimum drei Jahre lang rückwirkend.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung erkennt manchmal Leistungen befristet an. Falls sich später herausstellt, dass diese nicht gerechtfertigt waren, verlangt der Versicherer keine Rückzahlung der bereits gezahlten Rente.

Die Versicherung verzichtet auf die Prüfung, ob der Berufsunfähige mit seinen Fähigkeiten und Kenntnissen auch noch in einem anderen Beruf arbeiten könnte. Die Vertragsklausel lautet „abstrakte Verweisung“.

Während der Vertragslaufzeit können sich die Lebensumstände von Versicherten zum Beispiel durch eine Familiengründung oder einen Hausbau ändern. In diesen Fällen wird eine höhere Absicherung nötig. Mit einer Nachversicherungsgarantie ist es möglich, die Leistungen ohne erneute Gesundheitsprüfung nachträglich aufzustocken. Alternativ können beide Parteien am Anfang der Vertragslaufzeit eine Beitragsdynamik vereinbaren. Damit steigt die Rente automatisch jedes Jahr um einen festgelegten Prozentsatz. Der Versicherte kann dies jedes Jahr selbst entscheiden, um eine Einkommenssteigerung oder Inflation abzusichern.

Versicherte sollten darauf achten, dass der Vertrag weltweit gilt und für Ärzte eine Infektionsklausel enthält. Es ist dazu sinnvoll, wenn eine Versicherung bei einer Berufsunfähigkeit die Zahlung der Beiträge übernimmt und bis zum Erreichen des regulären Rentenalters die Berufsunfähigkeitsrente zahlt.

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Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Bei der Prämienberechnung der Berufsunfähigkeitsversicherung spielen viele Faktoren eine Rolle. Zuerst kommt es auf den gewünschten Leistungsumfang an. Je höher die Rente ausfallen soll, desto höher sind zum Beispiel die Beiträge. Die Preise und Leistungen variieren ebenfalls zwischen den Versicherungen enorm – ein Vergleich mit einem Berater lohnt sich. Auch persönliche Eigenschaften sind wichtig. Dazu gehören beispielsweise:

 Rechenbeispiel: So viel kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung kosten

Personendaten: Angestellter ohne Personalverantwortung und körperliche Tätigkeit, studierter Informatiker

Gewünschte BU-Rente: 2.000 Euro

Renten-Dauer: Bis zum 67. Lebensjahr

Alter bei Vertragsabschluss: 35 Jahre

Vorerkrankungen: Nein

Raucher: Nein

Monatliche Prämie: 68 bis 76 Euro

Zum Vergleich: Hätte unser Modellkunde eine Ausbildung als Schlosser absolviert, müsste er bei einer Bürotätigkeit von 20 Prozent eine monatliche Prämie von 200 bis 389 Euro zahlen. Als Bauarbeiter würde ihn der BU-Beitrag gar 311 bis 394 Euro kosten. Der Berufseinsteiger dagegen zahlt einen geringen BU-Beitrag.

Unsere Tipps und Hinweise für den Abschluss der BU

Unsere Experten empfehlen, beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung die verschiedenen Tarife der Anbieter sorgfältig zu vergleichen. Es ist individuell unterschiedlich, welcher Anbieter das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Manche Versicherungen schließen beispielsweise bestimmte Vorerkrankungen oder gefährliche Freizeitbeschäftigungen aus und andere wiederum nicht. Dank unseres Beratungsverfahrens können wir Ihnen den Schutz anbieten, der am besten zu Ihnen passt. Des Weiteren ist es sinnvoll, wenn Sie auf folgende Punkte bei der Auswahl achten:

Nichts verschweigen bei der Gesundheitsprüfung

Bevor Interessenten eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können, müssen sie einen Gesundheitsbogen ausfüllen. Es mag verlockend erscheinen, zum Beispiel gewisse Vorerkrankungen zu verschweigen, um von einer geringeren Prämie zu profitieren. Dies ist keine gute Idee. Wenn der Versicherer nachträglich von verschwiegenen Vorerkrankungen erfährt, kann er den Vertrag rückgängig machen oder im Schadensfall die Zahlungen verweigern. Versicherte erhalten dann die bereits eingezahlten Beiträge nicht zurück.

Allerdings kann es auch passieren, dass sich später herausstellt, dass der Versicherte ohne sein Verschulden Vorerkrankungen nicht angegeben hat. In einem solchen Fall sollte die Versicherung vor einer Vertragskündigung oder einer Anhebung der Prämie absehen.

Versicherung in jungen Jahren: Berufsanfänger und Studenten profitieren von günstigen Prämien

Wer jung und gesund ist, hat gute Chancen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung günstig und zu guten Konditionen abzuschließen. Junge Berufstätige und Studenten erhalten von den Versicherungen dazu seltener eine Ablehnung. Ein weiterer Vorteil für Studenten und junge Berufstätige: Für sie gibt es in der Regel keine neuen Gesundheitsprüfungen, wenn sie ins Berufsleben starten oder ihren Arbeitgeber wechseln.

BU-Rente sollte hoch genug sein

Es ist sinnvoll, wenn eine BU-Rente etwa 80 Prozent des letzten Nettolohns abdeckt. Damit der Versicherte seine laufenden Lebenshaltungskosten (Wohnen, Familie oder Lebensmittel) bezahlen kann. Versicherte sollten beim Abschluss darauf achten, dass die Versicherungssumme nicht zu niedrig ist. Eine Rente von unter 1000 Euro pro Monat ist meistens nicht empfehlenswert. Denn die BU-Rente wird mit der staatlichen Grundsicherung verrechnet, sofern der Versicherte diese in Anspruch nimmt.

Außerdem sollte die BU-Rente hoch genug sein, um weiterhin in eine private Altersvorsorge investieren zu können. Denn bei einer Berufsunfähigkeit wird nicht mehr in die gesetzliche Rente eingezahlt.

Versicherer mit guter Finanzkraft wählen

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, möchte, dass diese die Rente im Falle der Berufsunfähigkeit auch zahlt. Deshalb ist es wichtig, auf einen finanziell soliden Anbieter zu setzen, den es noch möglichst lange geben wird. Wir beraten Sie gerne zur Finanzkraft des Versicherers.

Geringe Spanne zwischen Brutto- und Nettobeitrag

Jeder BU-Tarif hat zwei Preise: den Brutto- und Nettobeitrag. Der Versicherer verlangt den Nettobeitrag kurz nach dem Vertragsabschluss. Wenn er die Risiken oder Anlagegewinne falsch berechnet hat, darf er diese Prämie aber zum Bruttobeitrag anheben. Der Versicherte sollte beim Vertragsabschluss darauf achten, dass die Spannweite zwischen Brutto- und Nettoprämie nicht allzu groß ist. Sonst besteht die Gefahr, dass die Beiträge mit der Zeit stark ansteigen.

Häufige Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Kann ich die BU wechseln?

Der Wechsel der Berufsunfähigkeitsversicherung ist mit Risiken verbunden. Eine Kündigung ist erst empfehlenswert, wenn die neue Versicherung bereits zugesagt hat. Warum ist das so? Die neue Versicherung verlangt eine erneute Gesundheitsprüfung. Es ist also möglich, dass der Versicherer bei hinzugekommenen Vorerkrankungen des Versicherten gewisse Leistungen ausschließt – oder dafür höhere Beiträge verlangt. Die BU kann auch aufgrund des gestiegenen Alters mehr kosten.

Versicherte bekommen im Kündigungsfall ihre Beiträge nicht erstattet. Sie können den sogenannten Rückkaufswert durch eine Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung also nicht geltend machen, was in den meisten Fällen auch vertraglich festgehalten ist. Einen Rückkaufswert gibt es allerdings in einem Ausnahmefall: Wenn beide Parteien zu Vertragsbeginn festgelegt haben, dass die Überschüsse nicht zur Beitragsverrechnung genutzt, sondern vom Versicherer am Kapitalmarkt angelegt werden sollen. Demnach haben Versicherungsnehmer Anspruch auf einen Teil dieses Fondsvermögens.

Teilweise können Berufstätige die Berufsunfähigkeit auch im Rahmen einer Lebensversicherung oder privaten Rentenversicherung versichern. Diese Kombination kann sinnvoll sein, wenn der Versicherte zum Beispiel noch Angehörige absichern möchte. Manchmal sind auch die Hürden bei der Gesundheitsprüfung bei der sogenannten Berufsunfähigkeitszusatzversicherung niedriger als bei einer regulären BU. Auch steuerliche Aspekte können hier von Vorteil sein. Vergleichen Sie unbedingt die Tarife getrennt von der normalen BU miteinander.

Das können wir für Sie tun

Die für die eigenen Bedürfnisse beste Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden, ist nicht leicht. Es gibt zahlreiche Anbieter, die ein unterschiedliches Leistungsspektrum zu verschiedenen Preisen anbieten. Hinzu kommt, dass die Absicherung der Arbeitskraft individuell ist: Leistungen, die für den einen Versicherten passend sind, können für den nächsten unpassend sein.

Genau an diesem Punkt setzt unsere Versicherungsberatung an. Wir möchten unseren Kunden nicht irgendeine Berufsunfähigkeitsversicherung kaufen, sondern in einem ausführlichen Gespräch seine persönlichen Wünsche und Bedürfnisse herausarbeiten.

Kontaktieren Sie uns gerne. Wir freuen uns auf ein persönliches Gespräch.

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